TEAM TYSON vs. FRANK FROM BLUE VELVET: Das ist jetzt alles!

Wow, so stelle ich mir die Erlösung von allem Bösen vor! FRANK FROM BLUE VELVET machen Musik, die so verdammt nach Heilsversprechen klingt, dass ich sicherheitshalber dreimal hinhöre: Aber ja, es gibt kein Jenseits und alle die davon fabulieren, irren im Diesseits. Sicherheitshalber steht es schwarz auf weiß in dem Digipack: There is no promised land. Das hat den Sound von Hack Mack Jackson und Mojo Nixon. Nimm die geile Musik und deute mit den Texten in genau die gegenteilige Richtung. Hier gibt es einen wilden Ritt durch Country, Cajun, Folk und Hobbitgefilde. Die Band aus Hastings zaubert hier ein abwechslungsreiches und jederzeit mitnehmendes Album aus dem Hut. Sanft und einschmeichelnd kommt es in die Gehörgänge, um sich dort zu verfestigen. Ist eben nicht so eine krachige Voodoo Rythm-Geschichte. Schön auch das Artwork, das zu jedem Song anstatt eines Textes eine Art Tarotkarte mit der Botschaft des Songs hat. Eine Botschaft, die freilich nicht überall gut ankommt, schon gar nicht in fundamentalistisch-kirchlichen Kreisen. Aber der Musik werden auch die sich nicht entziehen können. Vielleicht geht da ja was Entmissionierung!  Tipp: Church of prosperity.

 

Auch musikalisch im Diesseits befinden sich TEAM TYSON, die zwar eine erschreckend hohe Bartquote haben, musikalisch den drei Akkorden aber einiges abgewinnen mögen. Was sagt man da? Für mich hört sich „Soll das jetzt alles sein?“ schön nach SHOCKS an. Also Energie ohne Ende und Schnörkel. Wenn sie langsamer werden (Zu wenig Geld und öde Freizeit) klingen sie  fast ein wenig nach den JOSEPH BOYS. Meistens aber geht es diggeldiddidiggellding nach vorne. 13 Songs in 20 Minuten runtergerotzt. Nicht länger, und das ist gut so! Meine Hits sind ‚Hey Carola‘ (mit Schweineorgel, geil!) und ‚Liefern‘. 

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