Triggerwarnung: ZAP #159

Das neue ZAP begleitet uns in die 5. Welle und kommt – aufgepasst! – diesmal ganz ohne große Aufreger aus. Und vielleicht ist das auch ganz gut so, denn allzu stereotyp will man ja nicht sein. Sehr mag ich Rainer Raffels Hool-Geschichten, die dieses Mal Germán aus Gladbach und Christian aus Düsseldorf alte Klopperanekdoten zum Besten geben dürfen. Läuft halt so alles unter dem Banner ‚Gegen den modernen Fußball‘. Da rennt man bei mir ja offene Türen ein. Die Bandinterviews mit Turbonecro und Michael Lohrmann von den Stitches leben von der Bebilderung. Der Blick über den westlich geprägten Tellerrand wird mit Rebel Riot (Myanmar) und dem Verfasser von ‚What about tomorrow‘ Alexander Herbert gewagt, der über die russische Punkgeschichte  befragt wird. Beide Perspektiven wecken das Bewusstsein, in was für einer Wohlfühloase das Punksein hier geschieht und geschehen ist. Die echten Stärken des ZAP sind aber die Geschichten, die nicht

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ZEITZEICHEN

„Gerne der Zeiten gedenk ich/ da alle Glieder gelenkig …“, formulierte einst ein großer alter Mann, wehmütig auf agilere Tage zurückblickend. Fürwahr! Zwar schrieben wir in den langen Nächten unseres ersten Frühlings keine Goethe-Texte an Wände und Laternenmasten, doch empfanden wir als von allen Seiten bedrängte Stürmer, zwischen den durchpogten Festlichkeiten, den Katerfrühstücken und den überlebten Demos, immerhin noch die revolutionäre Sprüher-Pflicht, unsere Mitwürger wissen zu lassen, dass hier und anderswo seit je so manches im Argen lag (und liegt) und es bessere Wege gibt, sein Leben auf diesem Planeten und in Gesellschaft anderer Menschen zu gestalten, als den marktwirtschaftlichen, der ja doch nur zum Faschismus führt. Oft blieb es bei harten Parolen und so unbarmherzigen wie ungehörten Schlachtrufen, gewiss, aber ich möchte uns zugutehalten, dass wir, abgesehen einmal von Nazis, Kapitalisten und sogenannten Ordnungshütern, niemandem feindlich gesinnt und unsere Sprüchlein für jedermensch verständlich waren.
In den letzten 20 Jahren scheint sich nun einiges verändert zu haben. Tatsächlich stimmen mich die Graffiti und Edding-Schmierereien, die mir in unseren Tagen begegnen, häufig nachdenklich, allerdings nicht im Hinblick auf meine politischen Standpunkte, sondern vor allem bezüglich ihres Sinns, den ich mir oft erst nach schmerzvollen Minuten zu erschließen in der Lage bin. So las ich gestern an einer Straßenbahn-Haltestelle in Duisburg-Hochfeld das Folgende: „hey ich bin Aleen und ficke yeden gay“.

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Triggerwarnung: Ox #159

Kurz bevor die neue Nummer erscheint, jetzt doch noch das, was mich am neuen Ox neben dem ganzen Gegendere getriggert hat. Wie ich schon angedeutet habe, denke ich, dass der Fanzinevergleich wohl Geschichte ist. Die großen Unterschiede zwischen ZAP, Plastic Bomb und TRUST sind aus meiner Sicht dargestellt und bedürfen keiner weiteren Ausführungen. Das Titelbild ist sicher beim Ox immer zentrales Thema der Kritik. Diesmal sind mit den IDLES mal wieder rein optisch gesehen, ästhetische Verbrechen auf dem Cover. Tunnel, Bärte, kurz: Alles was ich hasse! Musikalisch bin ich da ja hin und her gerissen. Als ich die ‚Brutalism‘ zum ersten Mal hörte, war ich schlichtweg begeistert von der Energie und Intensität, hatte mich aber überraschend schnell auch sattgehört. Vielleicht war mir das von allem etwas zu dick aufgetragen. Und auch wenn ich jetzt meinen Frieden mit ihnen gefunden habe und sie in kleinen Dosen genießen kann, ist mir die Ehrlichkeit, die sie vorgeben, das ganze ‚Musik als Therapie‘ – und Muckergequatsche zu viel. Diese permanente Selbstüberhöhung geht mir echt auf den Piss. Das ist echt so Broilers-Geschwafel auf akademischem Level, das sie echt unsympathisch macht. Dabei ist die Musik für sich betrachtet, echt nicht schlecht und das Album ‚Crawler‘ wirklich eine Wucht. Aber die Doku ‚Don’t go gentle‘ werden ich mir echt nicht geben können. Gewissermaßen das Gegenstück sind dazu WONK UNIT, die in ihrer medialen Darstellung auf Instagram etc. so bis zur Unfassbarkeit peinlich sind, aber so das Gegenteil von unsympathisch. Menschen, die auf eine gewisse Art künstlerisch unterwegs sind, aber nicht permanent mit Selbstüberhöhung beschäftigt sind. Die sind einfach extrem interessant. Die dürften sogar Bärte tragen!

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Swen Bock sein

Alljährlich zum Neujahrstag bekomme ich Geburtstagsgrüße von vielen Menschen aus meiner Facebook-Blase. Das ist insofern sehr freundlich, da ich selber auf die netten Erinnerungen von Facebook, anderen zu gratulieren, mit herzlicher Missachtung reagiere. Nicht, dass ich meine Mitmenschen nicht achte, es ist eher so, dass ich eine gewisse Abneigung gegen datiert- ritualisiertes Brauchtum hege. Aus diesem Grund habe ich für mein Alter Ego Swen Bock auch ein beinahe zufälliges Geburtsdatum gewählt, als ich mein Profil hier wieder anlegte.

Aber das Geburtsdatum fällt natürlich, wie der Insider erkennen mag, mit dem Geburtsdatum des Plastic Bombs zusammen. Am 1.1.1993 wurde die ja von Micha Will und mir gewerblich angemeldet.

Mein Name war tatsächlich zu diesem Zeitpunkt Bock. Diesen Namen habe ich meine Stiefvater, der mich adoptierte, zu verdanken, von dem ihr im nächsten ZAP erfahren könnt. Ich trug ihn also schon vor 1993, wenn auch nicht allzu lange. Gewissermaßen fiel die Adoption mit meinem Eintreten in die Punkszene zusammen. Deswegen dachten wohl viele immer, dass Bock sowas wie geiler Bock hieß, also ein schillernder Punkname wie Zecke oder Scheiße. Trotzdem hatte der Name immer etwas punkiges, denn das türkische Wort ‚bok‘ sorgte immer wieder für grinsende Kunden, die ich damals bei der Sparkasse hatte. Es war also nie nötig, mir ein Pseudonym zu suchen, um einen Cooolnessfaktor in meine Existenz zu bringen. So schrieb ich schon eine Zeit unter diesem Namen für die großartige Rockzeitung, das Blurr und das Toys Move.

Später wollte meine Ehefrau dann nicht so heißen wie ich und ich kurz danach nicht anders als meine Kinder, so dass ich den bürgerlichen Namen Anfang der 2000er wechselte. Das fand ich zu diesem Zeitpunkt ganz passend, denn meine private Existenz driftete weit weg von der als Swen Bock. Ich lebte gewissermaßen ein Doppelleben und war froh, dass man mich im Kindergarten oder beim Babyschwimmen nicht mit dem Plastic Bomb zusammenbrachte. Ich wollte auch nie, dass meine Kinder zu Abziehbildern wurden, wenn auch ich eine kurze ‚Babystrampler-Ramones‘-Phase hatte und meinen Kindern ‚Kontoauszugsdruckerautomat‘ und ‚Eisgekühlter Bommerlunder‘ zum Einschlafen vorsang.

Swen Bock aber blieb immer teil meines Ichs: Projektionsfläche für mich oder vielleicht auch Avatar. Diesem Alter Ego habe ich viel zu verdanken, könnte es aber eigentlich auch beerdigen, denn die Unterschiede zwischen meiner bürgerlichen Existenz und den Verlautbarungen von Swen Bock sind mittlerweile gar nicht mehr so groß. Swen Bock hat kein Problem damit, Lehrer zu sein, Kinder zu haben und verheiratet zu sein. Auch komme ich klar damit, dass meine Mama in meine erste Wohnung aufräumte, während ich die Weltrevolution plante. Nur das Geburtsdatum macht mir etwas Probleme. Vielleicht muss ich damit mal in eine Gruppentherapie mit Bernd Lucke.

(K)eine Liebeserklärung an die Duisburger Verkehrsgesellschaft

Allerdings gibt es vielfältige Demütigungen, die man als Duisburger zu ertragen gezwungen ist. Die größte aller dieser Beschämungen ist es allerdings, in dieser Stadt nicht über ein Auto zu verfügen, um sich zum Bäcker bewegen. Wer sich ein Bild darüber machen möchte, wie erniedrigend das mit dem Fahrrad oder als Fußgänger funktioniert, dem seien die Videos von Wolfgang Dewald empfohlen (https://youtu.be/kfUk3_Qv0Yg).

Aber dann gibt es natürlich noch das andere Standbein im Teil der Lösung der dingendsten Probleme der Menschheitsgeschichte, die hier nicht angegangen werden: der öffentliche Nahverkehr.

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Plastic Bomb 117: Die letzte Bombe vor der Inflation

Das neue Plastic Bomb kommt mit erwartbarem Inhalt: Die TOTE CRACKHUREN sind auf dem Cover und Luise wird von Schlossi per E-Mail im klassischen 2-Stühle-Eine Meinung-Format befragt. Der Taubenzuchtteil hat Neuigkeitswert, der Rest ist schon im Ox durchgekaut. Auf die Schnelle wurden ALARMSIGNAL noch – von wem auch immer – an die Tastatur geholt. Und ziemlich schnell wird mir klar, das ist alles nicht meine Welt. So belanglos ihre Musik in dem üblichen Hochglanz-Deutschpunk-Gewand herkommt, so sind es auch ihre Antworten auf – zugegeben! – ebensolche Fragen. Etwas mehr im Thema ist Basti mit seinem LOS FASTIDIOS-Interview, aber auch hier habe ich den Eindruck, dass die Antworten auch eine K.I. hätte geben können. Herzblut hängt hingegen im ‚Punk in Myanmar: Rebel Riot‘-Feature und im Punk in der Provinz-Teil mit Aktiven vom Brückenkopf in Torgau. Irgendwie scheint mir das die Parallelwelt zum AK 47 in Düsseldorf zu sein.

Sehr interessant ist das Interview mit David vom Presswerk DUOPHONIC, der mal einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Herstellung vom schwarzen Gold gibt. Die Wartezeiten werden hier noch mal sehr nachvollziehbar erklärt und die Aussichten scheinen mir hier auch keine Besserung zuzulassen. Wie ich letzte Woche schon empfahl, ruhig mal diesen trendigen Tonträger CD ausprobieren (Artikel hier).

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Boomergeschichten: Record collectors are?

Die Frage hatte ich eigentlich für mich beantwortet, nämlich mit: Eigentlich ganz okay! Bis ich mich dabei ertappte, der gleichen irren Logik anheim zu fallen, wie es scheinbar in großen Teilen meiner Boomer-Bubble okay schien. Auch ich begann Vinyl-Ersteditionen vorzubestellen und mir dämliche Boxen in unsere Bude zu stellen, gerne auch zwei (eine zum Auspacken und die andere in MINT für das Regal). Ob das nun mit FLINTA-Stoffbeutel oder mit XL-T-Shirt von Tocotronic kam, interessierte mich nicht, denn gebraucht wurde der Kram nie. Produktion für die Tonne würde ich das nennen. In jedem Fall sinnlose Ressourcenverschwendung. Und jetzt steht der Scheiß in der Bude rum und bringt noch nicht einmal eine ordentliche Discogsrendite. Die Briefmarken von Pappa haben wenigstens nicht so viel Platz verbraucht, denke ich mir. Dabei fing alles so gut an:

Mangels finanzieller Privilegien konnte ich mir im Grundschulalter nur alles zwei Monate eine Langspielplatte bei Passmann in Essen Kray kaufen. So kam ich an eine krude Mischung aus Teens, Smokey, Heino (wegen ‚Wir lagen in Madagaskar‘) und AC/DC. Selbstverständlich wurden die mit Adressstempel versehen, womit meine Besitzansprüche verewigt wurden. Musik wurde sonst im Radio auf Kassette gesaugt. Mel Sondocks Hitparade und Wolfgang Neumanns Schlagerrallye war der heiße Scheiß. Auf John Peel hatte ich keinen Bock, weil der noch früher reinquatschte und ich ihn sowieso nicht verstand.

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Svenja Flaßpöhlers „Sensibel“

Eigentlich bin ich ja langsam mit dem Thema durch, habe mich genug daran abgearbeitet. Aber das ist mit Corona auch so und trotzdem ist es das Thema der Zeit. Also noch einmal ran an die Snowflake-OK Boomer-Front: Als Herausgeberin des Philosophie-Magazins genießt Svenja Faßpöhler schließlich bei mir eh einen Vertrauensvorschuss, denn sie bringt dort regelmäßig gelungene philosophische Reflexionen der zeitaktuellen Diskurse an die geneigte Leserschaft. Und genau das was ich erwarte, bekomme ich mit ihrem erfrischenden Buch.
Mit ‚Sensibel‘ versucht sie sich also den Konfliktlinien in identitätspolitischen Debatten zu nähern, indem sie sich die Sensibilität im historischen, kulturellen und philosophischen Kontext anschaut. Und das ist in diesem Bereich auch dringend notwendig, denn allzu leicht findet man sich in seinem Schützengraben wieder. In meinem Fall wäre es der Graben der Resilienz. Um aus diesem heraus ein Verstehen für die Sensibilität zu erlangen arbeitet Svenja Faßpöhler zunächst einmal begrifflich und unterscheidet zwischen aktiver und passiver Sensibilität, also aktiv als Partner der Moral und passiv als unmittelbare Reaktion. Ferner unterscheidet sie vier Dimensionen der Sensibilität in die leibliche (Gefühl für körperliche Übergriffigkeit), psychische (Sprachsensibilität), ethische (Solidarität mit marginalisierten Gruppen) und zuletzt in die ästhetische  (Resonanzerfahrung auf das Schöne / Hässliche).
Danach begibt sie sich auf die Spurensuche des Prozesses der Sensibilisierung mit dem Soziologen Norbert Elias, der die fortschreitende Empfindsamkeit als Zivilisationserrungenschaft beschreibt. Ausgehend vom stumpfen Ritter Jonathan, dem Gefühle in jeder Hinsicht fern waren, bis zum woken Jan, dem seine Überzeugungen zutiefst verinnerlicht als ethischer Kompass dienen, wird dieser Prozess als aktiver Akt der Selbstdisziplinierung zunächst durch den Adel und dann durch das Bürgertum durchschritten. Affektneutralisierung brachten entscheidende Vorteile im Zusammenleben und damit einherging eine Steigerung der Empfindsamkeit. Den Einlang zwischen den Begehren des Einzelnen und der Gesellschaft auszutarieren ist hier von entscheidender Rolle. Momentan befinden wir uns hier an dem Punkt, an dem Gefühle handlungsleitend werden. Das Private oder das Intime gerät so in den Fokus des Handelns und dadurch werden Grenzen der Verletzlichkeit verschoben, womit wir beim Punkt der Auseinandersetzung sind.

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Ein Wagen vorwärts! (Ein Fiebertraum)

Wir waren schon sehr lange in dieser Richtung unterwegs. Einer hatte sie mal als die falsche bezeichnet, doch machten ihm seine vielen Persönlichkeiten zu schaffen, sodass er bald schon Gegenteiliges behauptete, und ohnehin schenkten wir einander oft wenig Beachtung. Immer wieder mit unseren eigenen dissoziativen Identitätsstörungen beschäftigt bis zum Reizdarm, waren wir uns vor allem in einer Sache einig, dass anzuhalten das Schlimmste wäre und an Umkehr nicht zu denken sei, denn wir alle mussten ja, gottverflucht, noch irgendwohin.

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Fanzine-Quartalsvergleich

Ox #158, Plastic Bomb #116, Trust #210, Zap #158

Die großen vier regelmäßigen Hefte mal wieder im Vergleich des kompetenten Rezensenten. Keine Ahnung, ob der Vergleich in einem Artikel hier weiter Sinn macht, denn die Unterschiede manifestieren sich eher, als dass hier eine Überraschung zu erwarten wäre.

Gemeinsam ist allen Heften, dass mit und ohne Kampfbegriff FLINTA* das Thema weiterhin Schwerpunkt ist. Im Ox ist deutlich das Bemühen zu spüren, das Thema redaktionell zu pushen. Zum Beispiel durch die großartigen Courettes, die Linda Lindas oder als Drummergirl Sandy Black von Östro 430. Problem ist sicher, dass der relative Anteil von Bands mit Frauen weiter sehr gering ist und das in einem Heft mit zweimonatlich 164 Seiten einfach mal nicht zu ändern ist. Das machen viele Schreiber:innen dann mit atavistischem Gendern wett. Im Trust schreibt Sternchen-Frau Sabrina jetzt wohl fest Vorwörter und das ZAP geht das Thema bewusst rustikaler an. Das Plastic Bomb hingegen arbeitet weiter auf das Alleinstellungsmerkmal höchste Frauenquote bei Schreiber:innen und gefeaturten Bands hin, was relativ auf 48 Seiten natürlich ungleich leichter als beim Ox fallen muss, zudem hier noch der Fokus häufig auf kleiner und unbekannter (z.B. Radical Kitten) liegt. Das zu ändern, schicken sich die Macher:innen an, indem sie erstmal Werbung für die eigene Labelbands Anger Boys und später für BASH! (quasi ein Gruß aus der Vergangenheit) machen. Danach gibt es die üblichen Wasserstandsmeldungen aus den AZ, besetzten Häusern und von der Seenotrettung. Die Interviews werden überwiegend per Email gemacht, was die Ergebnisse etwas steif macht. Die Descendents werden am Ende (vermutlich) mündlich interviewt, was dem Ergebnis spürbar gut tut. Dass im Vorwort Ronja noch einmal nachtritt, ist geschenkt, weil es eben erwartet war (Täter-Opfer-Umkehr gehört ja zur Selbstvergewisserung). Basti sorgt mit seinen Geschichten aus der Gruft mal wieder für einen trashigen Kopfschüttelschauder, indem er genüsslich den gescheiterten Putschversuch auf einer Karbikinsel durch KKK-Vollpfosten vorführt. Und Chris Scholz sagt das Afghanistan-Desaster ziemlich voraus, womit er sich den Guck-in-die-Kugel-Award verdient.

TRUST weiter im klassischen Todesanzeigen-Layout und das Plastic Bomb lieber weiter ohne Layout.

Ob sich Helge Schreiber wohl den flapsigen Ton verboten hätte? Vielleicht. Denn seine Kolumne im neuen Ox ist einer der seltenen authentischen Aufschreie, die sich in unserem zynischen Spiel mit dem Leid in der Welt ganz besonders ausmachen und fordern: Halt doch einfach mal die Fresse!