Ox #154

Mal wieder eine Ausgabe, die mir extrem gut in Erinnerung geblieben ist. Das liegt vermutlich am Titelthema NOFX, zu denen ich ja eine Hassliebe habe. Mit dem Interview schlägt das Pegel Richtung Liebe, denn diesmal zeigt sich der traurige Clown mal wieder von seiner Seite als Welt- und sich selbst-Versteher, der offenbar auf dem Weg zum Künstler ist. Hoffe nur, dass er noch lange die Kurven vom Manischen zum Depressiven und zurück bekommt. Dazu kommt, dass er komplexe aufgebauschte Probleme wie die Sichtbarkeit von Frauen im Punk nach dem Prinzip der Parsimonie erklärt und selbst trotzdem einen großen Beitrag zur Problemreduzierung leistet. Vielleicht sollte man zu dem Thema auch Erin mal befragen, damit auch die selbsterklärte vulnerable Gruppe zuhört und auch wieder Ambiguitätstoleranz aufbaut. Die Sleaford Mods auf ihrem Weg zu begleiten, bleibt auch spannend. Triebi kramt mal wieder eine Leiche aus dem Keller, und mit den Neurotic Arseholes eine, die es verdient hat. Bei so Bands wie Shame bin ich ja auch hin- und hergerissen, ob ich sie nun mag oder verteufeln soll. Aber so ein Interview mit so unglaublich jungen Talenten fördert auch bei mir die geforderte Toleranz. Mit dem AJZ Bahndamm wird mal ein Urgestein der coolen Läden abseits der hippen Großstädte gefördert. Und dass diese Läden weiter existieren, obwohl sie nichts machen können, wird durch solche Öffentlichkeitsarbeit auch ermöglicht. Genau wie das Schwerpunktthema Booking, in dem das gesamte Spektrum derer, die immer im Hintergrund arbeiten, Redezeit bekommt. Daran erkennt man die Wichtigkeit eines solchen verbindenden Zines, in dem mir nicht immer alles gefällt, aber immer wieder echte Highlights zu finden sind. Und dazu gehört auch noch das Interview mit Achim Lauber (Detlef, Supernichts und Knochenfabrik), der zeigt, man muss nicht der beste Schlagzeuger der Welt sein, um lesenswerte Interviews zu liefern. 

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