Ich will keinen Krieg!

Irgendwie fühle ich mich seltsam machtlos, klein und dumm, wenn ich die folgenden Zeilen lese. Das große Gerede in einem kleinen Blog, der sich sonst mit kleinkarierten Debatten und Subkultur beschäftigt. Hört doch sowieso keiner zu! Und ich denke an Oma, die immer zu sagen pflegte, dass, wenn die hohen Tiere Krieg wollten, sie ihn auch bekämen. Tja, ich bin mir meiner Lächerlichkeit bewusst, wenn ich das hier schreibe.
Vielleicht haben die scheiß Hippie-Lehrer doch mehr Einfluss auf mich gehabt, als ich zugeben wollte, denn ich blicke mit Befremden auf die der Logik des Krieges geschuldeten Kriegsgeilheit der Deutschen; nein besser: mit Angst blicke ich darauf.
Schon längst ist die Spirale der Eskalation weit fortgeschritten. Die einen befinden sich noch, wie ich, dort, wo es darum geht, dass man mit weitreichenden wirtschaftlichen Sanktionen Russland den Geldhahn zudrehen sollte, wohlwissend, dass man dann auch über China und die Golfstaaten nachdenken muss. Die Mehrheit aber ist ja mittlerweile schon bei direkten Waffenlieferungen oder gar der Vorbereitung auf eine direkte Beteiligung. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, der angesichts des betroffen-zustimmenden Nickens vieler westlicher Staatsmänner und Staatsfrauen auf die täglichen Appelle von Selenskyi mit Panikattacken reagiert. Müssen nicht zwangsläufig auf eine solche Zustimmung auch Taten folgen. Und folgen diese Taten nicht bereits?

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